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Tausende gedenken mit Mahnwachen der Opfer der Massenpanik in Seoul

Viele legten neben Blumen auch Schokolade nieder

Mit Mahnwachen in Seoul und anderen südkoreanischen Städten haben tausende Menschen am Samstag der über 150 Todesopfer einer Massenpanik vor einer Woche in einem Ausgehviertel der Hauptstadt gedacht. Bei der von der größten Oppositionspartei organisierten Trauer-Kundgebung in Seoul wurden Rufe nach einem Rücktritt von Präsident Yoon Suk Yeol zurück. Seit Tagen wächst die Wut der Menschen über mutmaßliches Behördenversagen.

An einer U-Bahn-Station im Ausgehviertel Itaewon erinnerte ein Meer aus weißen Blumen an das tödliche Massengedränge am vergangenen Samstag. Viele Trauernde legten auch Schokolade, Bier sowie Erdbeermilch zum Gedenken an die vorwiegend jungen Opfer ab.

Zu der Massenpanik war es gekommen, als sich rund 100.000 Menschen zu Halloween-Feiern in den engen Gassen von Itaewon versammelt hatten. Später stellte sich heraus, dass nur 137 Polizisten im Einsatz waren, weil es sich nicht um angemeldete Veranstaltungen handelte – und obwohl bei der Polizei schon Stunden vor der Katastrophe Notrufe eintrafen. Zum gleichen Zeitpunkt überwachten 6500 Beamte in einem anderen Teil Seouls eine Demonstration, an der rund 25.000 Menschen teilnahmen.

Polizei und Regierung räumten in den vergangenen Tagen schwere Versäumnisse im Umgang mit den Menschenmassen in Itaewon ein. Auch Präsident Yoon, der am Montag eine Gedenkstätte für die Opfer eingeweiht hatte, bat inzwischen öffentlich um Verzeihung. Die Zustimmungsraten des konservativen Präsidenten haben den niedrigsten Stand seit seinem Amtsantritt im Mai erreicht.

Quelle:
2022 AFP

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