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Nach der ISS soll es nun der Mariannengraben sein

Japans Weltraumtourist fasst bereits nächstes Ziel ins Auge

Der japanische Billionär Yusaku Maezawa sagte am Freitag, sein Tripp ins Weltall hat ihm eine neue Wertschätzung für die Erde gegeben. Er hofft nun in den abschreckenden Mariannengraben eintauchen zu können.

Letzten Monat verbrachten Maezawa und sein Assistent Yozo Hirano insgesamt 12 Tage auf der Internationalen Raumstation (ISS). Für eine Million Youbue-Abonnenten haben sie dort das Leben im Weltraum dokumentiert.

Auf der Pressekonferenz am Freitag sprach Maezawa das erste Mal seit seiner Rückkehr nach Japan über seine Reise. Maezawa sagte er wisse nun seine Heimat noch mehr zu schätzen.

„In den Weltraum zu reisen macht dich noch mehr von der Erde fasziniert. Du lernst zu schätzen, wie du den Wind fühlst, Dinge riechst und die Jahreszeiten erlebst“, sagte er auf der Pressekonferenz in Tokyo. „Ich dachte: Die Erde ist erstaunlich.“

Während er im All war, hat er eine Reihe von Videos produziert, die unteranderem demonstrieren, wie man im All uriniert, Haare wäscht und Zähne putzt.

Am Freitag, erklärte er ein paar Schwierigkeiten, die das Leben in Schwerelosigkeit mit sich bringt, besonders was das Schlafen betrifft.

„Es ist gar nicht so einfach einzuschlafen, weil du im Schlaf konstant schwebst – es gibt nichts um den Körper zu verankern.“

Der Kunstsammler gab auch bekannt, er habe ein kleines Stück von einem japanischen Künstler mit auf die ISS genommen und es dort gelassen, damit sich andere daran erfreuen können.

Die ISS-Reise nur die erste der geplanten Weltraumbegehungen des 46-Jährigen.

Für 2023 plant er bereits eine Mission um den Mond, dabei will er 8 Leute mitnehmen. Ausführen soll das ganze SapceX von Elon Musk. Allerdings schwebe ihm bereits noch eine andere Mission vor.

„Nicht nur der Mond, nicht nur nach oben, sondern auch nach unten zu Reise ist ein weiterer Traum von mir“, sagte er. „Ich denke darüber nach zum Mariannengraben, tief im Ozean, hinunterzugehen.“

Der Mariannengraben ist der tiefste Punkt der Erde und wurde bereits von Menschen besucht.

„Ich möchte mich weiterhin Herausforderungen stellen“, fügte Maezawa hinzu.

Einige Elemente des geplanten Trips, wie das U-Boot, das genutzt werden soll, oder auch wie lang die Expedition dauern soll, seien bereits entschieden. Maezawa lehnte es allerdings ab Details zu verraten.

Seine Space-Odyssey, von der angenommen wird das sie 10 Billionen Yen, hat einige Kontroversen ausgelöst. Kritiker nennen es ein „Hedonisches Hobby“ von dem megareichen Gründer von Japans größtem Online-Fashion-Einkaufszentrum. Andere hingegen haben seinem zuordenbaren Ansatz und seiner Versiertheit in den sozialen Medien das erneute öffentliche Interesse an Raumfahrt zugeschrieben.

Maezawa hat die Kritik beiseite gewischt.

„Wenn du Herausforderungen annimmst, wirst du natürlich manchmal kritisiert und manchmal scheiterst du. Es gibt womöglich Leute, die Angst haben und aufhören“, sagt er. „Was mich betrifft, ich bin nicht immer erfolgreich. Ich verwirkliche nicht alle meine Träume. Dennoch glaube ich daran, dass es spaß macht, sich Herausforderungen zu stellen.“

 

 

Quelle:
2022 AFP

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