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Japans Opposition wählt neuen Vorsitzenden

Nach Enttäuschung bei der letzten Wahl erklärte Yukio Edano seinen Rücktritt

Nach der Enttäuschung bei der letzten Wahl versucht Japans größte Oppositionspartei sich nun neu aufzustellen. Um das zu erreichen wurde der 47-jährige politische Chef der Partei zum neuen Vorsitzenden gewählt.

Kenta Izumi, der in Japan noch kein bekannter Name ist, übernimmt von nun an das Ruder bei der Konstitutionelle Demokratische Partei. Yukio Edano, der gefeierte Parteigründer, hat nach den schlechten Wahlergebnissen im Oktober seinen Rücktritt erklärt.

Im Angesicht der Liberaldemokratischen Partei, die Japan in den letzten 70 Jahren fast durchgängig regierte, steht Izumi nun vor der Aufgabe, den zersplitterten Oppositionsblock zu vereinen.

Er versprach stärker Programme um den Armen und Bedürftigen zu helfen. Damit möchte er einen Kontrast zu der Pro-Wirtschaft-Haltung der regierenden Partei schaffen.

„Wir werden Politik betreiben, die auf den Menschen ausgerichtet ist“, sagte er dazu.

Der Vater von drei Kindern wurde im Norden von Hokkaido geboren und repräsentiert einen Bezirk in Kyoto, wo er das College besuchte und als Mitarbeiter eines Lokalpolitikers begann. Am College studierte er 8 Semester Rechtswissenschaften. Mit 29 Jahren, ungewöhnlich jung für Japan, gewann er seinen ersten Sitz im Unterhaus. Bei der Wahl zum Vorsitzenden setzte er sich schließlich gegen 3 weitere Kandidaten durch.

Japans Opposition hatte gehofft, dass sie bei der Abstimmung im Oktober aus der öffentlichen Unzufriedenheit Kapital schlagen könnte. Besonders nach dem Infektionsschub im Sommer und der Reaktion der Regierungspartei darauf. Stattdessen sicherte sich die LDP unter dem neuen Premierminister Fumio Kishida eine starke Mehrheit.

hih/sah/je

Quelle:
2021 AFP

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