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Japans Digitalminister zeigt sich Kampfbereit

Digitalisierung soll das Leben der Japaner erleichtern

Japans medienerfahrener Digitalminister zeigte sich am Freitag Kampfbereit. Er sagte er sei bereit, einen eisernen Ansatz zu verfolgen, um die langsame Übernahme von Online-Diensten in Regierungsbüros und Arbeitsplätzen durch das Land zu beschleunigen.

Taro Kono ist ein politisches Schwergewicht und war bereits Minister für Verteidigung, auswärtige Angelegenheiten und Covid-Impfstoffe. Faxgeräten, Disketten und anderen veralteten Technologien hat er bereits den Krieg erklärt. Viele dieser bereits in die Jahre gekommenen Technologien sind in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt immer noch üblich.

„Ich habe nicht vor, Koordinator zu werden. Wenn es Leute gibt, die damit ein Problem haben, werde ich sie verprügeln“, witzelte er in einem Online-Interview mit einer kleinen Gruppe von Journalisten. „Die Pandemie zwang alle, anzuerkennen, dass Japans Digitalisierung langsam voran geht“, fügte er hinzu. „Es ist im Vergleich zu anderen Ländern glasklar geworden, wie schwierig es ist, Geschäfte zu machen und tägliche Angelegenheiten zu erledigen.“

Japan gilt international oft als Inbegriff für Hightech. Neben E-Mail und Messenger-Apps, wie Line, wird jedoch das Fax noch routinemäßig von Firmen und Haushalten verwendet. Disketten und CDs sind weniger sichtbar für die Verbraucher. Allerdings müssen einige offizielle Dokumente gesetzlich in diesen veralteten Formaten gespeichert werden.

„Während Covid haben wir gesehen, dass so viele Länder ihre Regierungsverfahren auf digitale Plattformen verlagert haben“, sagte Kono. „Gleichzeitig sind wir noch nicht da.“

Er macht dafür eine Kultur verantwortlich, die nicht unbedingt Menschen ermutige, Änderungen am Arbeitsplatz vorzuschlagen. Seiner Meinung nach resultiert das darin, dass die Menschen vorgeben Probleme nicht zu bemerken.

„Menschen sind so schnell darin etwas zu ändern, wenn zu Hause etwas unpraktisch ist. Aber sobald man einen Fuß aus dem Haus setzt, ist alles das Problem von jemand anderen“, erklärt Kono. „Wir müssen eine Gesellschaft aufbauen, in der Menschen Maßnahmen ergreifen und Verbesserungen für eine bessere Gesellschaft vorschlagen.“

Kono, der bereits versuchte die persönlichen Tintensignaturstempel, bekannt als Hanko, auslaufen zulassen, sagte er sei optimistisch, dass die Gesellschaft die Vorteile der Digitalisierung annehmen werde.

„Wenn die Menschen das Gefühl haben, dass ihr Leben besser, bequemer und einfacher wird, bedeutet das meiner Meinung nach, dass die Digitalagentur erfolgreich ist“, erklärt Kono. „Wie man das misst? Wenn man wieder Menschen sieht, die ein Lächeln im Gesicht haben.“

Quelle:
2022 AFP

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