©Anime-Thunder.de/Paw-Photography.de

Rekordzahl bei Kindesmissbrauch im Jahr 2020

Laut einem Bericht der National Police Agency (NPA) wurden im vergangenen Jahr 2.172 Minderjährige unter 18 Jahren misshandelt.

Nachdem in Japan zur Eindämmung des Coronavirus, die meisten Schulen geschlossen wurden, stiegen gegenüber dem Vorjahr im März letzten Jahres, die Zahlen der Kinder, die in Kinderhilfszentren überwiesen wurden, um Rund 21,1 Prozent an.

Von den 2.172 Opfern starben laut Angaben 61. Weitere 1.775 Kinder, wurden körperlich misshandelt. 300 Personen sexuell missbraucht. 53 wurden verbal und psychisch missbraucht, und 44 Personen wurden vernachlässigt.

Unter den 61 Toten, waren 21 Kinder an familiären Selbstmorden beteiligt. 11 wurden unmittelbar nach der Geburt entweder getötet oder verlassen. 14 Kinder wurden ermordet, und acht wurden laut dem Bericht tödlich angegriffen.

Insgesamt wurden gegen 2.182 Verdächtige, Ermittlungen eingeleitet. Bei den mutmaßlichen Tätern handelt es sich um 1.558 Männer. 995 davon waren leibliche Väter. Bei den weiteren 300, handelte es sich entweder um Stiefväter oder Adoptivväter.

Unter den 624 weiblichen Verdächtigen, waren 588 leibliche Mütter und 14 Stief- oder Adoptivmütter.

In Japan müssen Kinderhilfszentren, innerhalb von 48 Stunden, nach Erhalt eines Verdachts auf Missbrauch, die Sicherheit von Kindern überprüfen und ggf. eingreifen.
Durch die Zunahme an mutmaßlichen Missbrauchsfällen in Japan, steigt ebenfalls die Arbeitsbelastung der Beamten. Viele Kinderhilfszentren beklagen daher, einen Mangel an Arbeitskräften.

„In den letzten Jahren hat es uns definitiv an Arbeitskräften gefehlt. Wir müssen uns jeden Tag mit so vielen Fällen befassen“, sagte Hideki Nakayama, Leiter eines Kinderhilfszentrums der Präfektur Fukuoka in Tagawa.

Laut eigenen Angaben, alarmierte die Polizei die Kinderhilfszentren landesweit, in über 106.991 Fällen, in denen der Verdacht des Missbrauchs von Minderjährigen bestand. Dies entspricht einem Anstieg von 8.769 Fällen, gegenüber dem Vorjahr und über 100.000, seit vergleichbare Daten im Jahr 2004 verfügbar wurden.

Tetsuro Tsuzaki, Direktor der Vereinigung zur Verhinderung von Kindesmissbrauch und Vernachlässigung, sagte, die Pandemie habe es den Sozialbeamten erschwert, Hausbesuche in Fällen von mutmaßlichem Kindesmissbrauch durchzuführen.

„Die Situation im Zusammenhang mit Kindesmissbrauch könnte sich weiter verschlechtern, da mehr Familien isoliert werden und finanzielle Schwierigkeiten haben.“, äußerte sich Tsuzaki, der früher ein Kinderhilfezentrum leitete, weiter.

Das japanische Sozialministerium gab im Januar bekannt, die Zahl der Kinderhilfsarbeiter bis Ende März nächsten Jahres, auf rund 5.260 Personen zu erhöhen. Dies entspricht einem Anstieg, von rund 2.000 neuen Mitarbeitern gegenüber dem Geschäftsjahr 2017.

Quelle:

Weitere Themen

Über den Autor

Neuste Beiträge

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner