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Trio nach spektakulärem Kunst-Diebstahl in Hongkong verurteilt

Ein Großteil der Beute ist bis heute nicht wieder aufgetaucht

Ein Diebes-Trio, das bei einem Kunstsammler Beute im Wert von umgerechnet 613 Millionen Euro gemacht hatte, ist am Freitag in Hongkong zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. Die Strafe beläuft sich auf bis zu zweieinhalb Jahre. Zuvor hatten sich alle drei Täter schuldig bekannt.

Der Einbruch bei dem reichen Sammler Fu Chunxiao hatte Hongkongs Kunstwelt im September 2020 erschüttert. Zur Beute gehörte eine 1929 von Mao Zedong angefertigte zwei Meter lange Schriftrolle eines Berichts an das kommunistische Politbüro, die auf einen Wert von mehreren hundert Millionen Euro geschätzt wird.

Die ahnungslosen Diebe verkauften das wertvolle Stück für umgerechnet rund 25 Euro an einen Amateur-Sammler. Dort beschlagnahmte die Polizei die Schriftrolle einen Monat später – der ebenfalls nichts von ihrem wahren Wert ahnende Käufer hatte sie inzwischen in zwei Teile geschnitten, um sie leichter unterbringen zu können.

Laut Medienberichten wurden die drei Einbrecher am Freitag zu Gefängnisstrafen von bis zu zweieinhalb Jahren verurteilt. Sie hatten gestanden, gezielt in Fus Wohnung eingebrochen zu sein, während dieser verreist war.

Ein Großteil der Beute ist bis heute nicht wieder aufgetaucht, darunter eine Kalligrafie und ein handgeschriebenes Gedicht von Mao Zedong sowie wertvolle chinesische Briefmarken.

Quelle:
2022 AFP

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