©Kana Akatsuki, Kyoto Animation / Violet Evergarden Production Committee

Anime Check: Violet Evergarden und das Band der Freundschaft

Bin ich Glücklich mit meinem Leben? – Dieser Film wirft viele Fragen auf die man sich selber schon immer mal stellen sollte.

Klappentext:
Ihr neuester Auftrag führt die schweigsame AKORA Violet Evergarden in ein feines Mädcheninternat: Hier sollen die jungen Mädchen zu feinen Damen mit entsprechender Etikette ausgebildet werden, bevor sie mit ihrer Hochzeit den Weg in den Adelsstand antreten. Auch das ehemalige Straßenmädchen Amy ist Teil der jungen Elite, doch mit den strengen Verhaltensregeln des Hauses genau so wenig einverstanden wie mit ihrer vorbestimmten Zukunft als Braut eines reichen Schnösels – nicht gerade förderlich für Violets Vorhaben, dem Wildfang das Betragen einer Lady beizubringen. Doch obwohl Amy zunächst alles andere als angetan von ihrer neuen Lehrerin ist, gelingt es Violet, nach und nach zu ihr vorzudringen und die Schatten der Vergangenheit allmählich hinter sich zu lassen …

Story:
Violet reist zu einem Mädcheninternat. Die Eltern eines der Mädchen haben sie beauftragt, ihre Tochter für ihr Debüt vorzubereiten. Fräulein York findet das allerdings alles andere als Hilfreich und möchte lieber ihre Ruhe haben. Dies liegt aber nicht alleine daran, dass sie ungeschickt ist. Denn das Mädchen ist zudem auch sehr krank.

Die anderen Mädchen im Internat versuchen Fräulein York mit einzubeziehen. Doch diese weist jeden von sich. Sie ist der festen Überzeugung, dass die anderen Schülerinnen sich nur mit ihr abgeben wollen, da ihre Eltern wichtige Persönlichkeiten sind und nicht wegen ihr selbst.

Doch Violet lässt nicht locker. Nach erstem zögern fängt Fräulein York einige Tage später ein Gespräch mit Violet an. Da sie sich selber immer allein fühlt, ist ihre einzige Frage, ob es jemanden in Violets Leben gibt, der Zuhause auf sie wartet. Als Fräulein York jedoch erfährt, dass es jemanden in Violets Leben gibt, bricht sie das Gespräch gleich wieder ab. Jeder um sie herum scheint jemanden zu haben, nur sie ist ganz allein.

Aber Fräulein York gewöhnt sich langsam an Violets Gesellschaft und bindet sie allmählich in ihr Leben mit ein. Dabei erfährt sie, dass es für Violet etwas Fremdes ist, normale Sachen zu machen, die für Freunde eigentlich ganz normal sind. Jetzt ist es Violet die zögert. Beide trauen sich nicht so richtig, sich dem anderen gegenüber zu öffnen. Doch genau dadurch, verstehen sie einander auch so gut. Denn jeder hat seine Probleme in seinem Leben, wo ihm die Erfahrungen fehlt.

Fräulein York erinnert sich immer wieder wehmütig an ihre Vergangenheit, als sie ihre kleine Schwester Taylor noch hatte. Diese Erinnerungen, sind die letzten, die am nächsten an eine Freundschaft kommen.

Um endlich ihrem tristen Alltagsleben zu endkommen, überwinden Fräulein York ihre Ängste und geht auf Violets Hilfe ein.

 

Besetzung:

  • Paulina Rümmelein als Violet Evergarden (bekannt durch Fate/Extra: Last Encore als Sakura Matou)
  • Maresa Sedlmeir als Isabella York (bekannt durch One Piece: Stampede als Koala)
  • Tilda Kortmeier als Taylor Barlett (bekannt durch Big Fish and Begonia als Kuns Schwester)

Ton:
Deutsch DTS-HD MA 2.0, Japanisch DTS-HD MA 2.0

Der Anime Überzeugt nicht nur mit seiner japanischen Synchronisation. Es ist einer der wenigen, der auch den kritischsten Zuschauer mit seiner deutschen Synchronisation Fesseln kann. Die Synchronisation belebt mit ihrer tiefe und den Emotionen in der Stimme die Charaktere buchstäblich zum Leben.

Die Hintergrundmusik ist die meiste Zeit von einem kleinen Orchester untermalt. Aber auch das Zusammenspiel von Geigen und einer Gitarre, lassen einen hineintauchen. Zudem finden aber auch Querflöten und sogar ein elektronisches Glockenspiel ihren Platz. Allerdings, ist die Vielfallt so viel größer, dass man es gar nicht alles aufzählen kann.

Bild:
Die Farben sind sehr matt gehalten. Es gibt keine grellen oder neonfarbigen Akzente. Dadurch gewinnt der Anime, einen unglaublichen altertümlichen Flair. Der Hintergrund selber wirkt sehr statisch und unbewegt. Allerdings finden sehr viele Licht und Schattenspiele ihren Platz und beleben die einzelnen Szenerien.

Auch der Regen ist wie ein kleiner schemenhafter Schleier umgesetzt. Die ganze Szenerie ist mit so viel Liebe zum Detail und Leben erfüllt. Und genau das macht diesen Anime so einzigartig.

Die Untertitel sind gut lesbar und geben den Sinn des gesprochenen, der deutschen Synchronisation wieder. Auch hier ist nur der deutsche Untertitel vorhanden.

Stil:
Ein besonderes Augenmerk, wie das Wort selber schon verrät, liegt hier auf den Augen bzw. den Pupillen der Charaktere. An diesen kann man allein schon die Stimmung der einzelnen Charaktere erkennen. Sie sind so lebhaft, als hätte die gezeichnete Figur eine eigene Seele. Zudem werden sie richtig lebendig, durch die Lichteinfälle, die hier eine sehr große Rolle spielen.Der Anime spielt in der Zeit nach dem Krieg. Man könnte vermuten, dass es eine Zeit nach dem ersten Weltkrieg wiederspiegeln könnte. Auf einen genauen Zeitpunkt wird allerdings nicht eingegangen.Auch wird nicht sehr viel auf eine etwaige Vorgeschichte eingegangen. Es ist vielmehr so, dass es zwar kurze Rückblenden gibt, diese drehen sich allerdings nur um den Major, nach dem Violet die ganze Zeit Ausschau hält. Zudem gibt es noch einen kurzen Einblick, wie sie und der Major sich kennen gelernt haben. Allerdings bleibe viele Fragen offen, zum Beispiel, wieso Violet so geworden ist, wie sie ist.

 

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