Manga-Manie – Manga-Ausstellung im Leipziger Grassi Museum

Seit dem 11.03 findet im Grassi Museum Leipzig die „Manga-Manie“ statt.
Eine Ausstellung zur der Geschichte des Manga-Kults. Wir waren für euch vor Ort und haben uns die Ausstellung einmal genauer angesehen.

Wer sich unter dem Begriff „Manga-Ausstellung“ jetzt Regalreihen voll mit bunten Heftchen vorstellt der irrt sich. Auch wenn man es denken könnte, handelt es sich in Wahrheit um die Geschichte hinter den uns heutzutage bekannten Manga, wie man sie mittlerweile fast überall kaufen kann.

Drehen wir die Zeit einfach mal um ein paar Jährchen zurück. Ich denke 18/19. Jahrhundert sollte reichen. Einige werden sicher denken, dass es früher wichtigere Sachen als Manga gab, was durchaus richtig ist. Doch gab es Manga, oder im westlichen Comics genannt, auch schon zu jener Zeit. Nur eben nicht so wie wir sie kennen.

In früheren Jahren wurden diese nämlich auf Holzdruckgraphiken und Bildrollen veröffentlicht. Also kein Vergleich mit den kleinen A5 großen Heftchen die man mal eben in die Tasche steckt.

Besonders faszinierend sind die Bildrollen, die gerne mal mehrere Meter lang waren. Wer würde sich heute noch die Arbeit machen diese zu lesen? Immerhin müssten sie wieder aufgewickelt werden. Aber ein Blick in die Geschichte zeigt uns, dass es viele Wesen und Personen schon früher gab.

Glaubt ihr nicht? Dann lasst euch vom Gegenteil überzeugen. Im rechten unteren Bild seht ihr einige alte Bekannte. Ich selbst habe es erst gar nicht wahrgenommen. Erst nach längerem Hinsehen dachte ich mir … „Hey das ist doch Pikachu, das Bisasam, da ist Glumanda und da Schiggy “.  Na habt ihr es erraten? Richtig. Die uns bekannten Pokémon gab es schon früher.

Selbst die Ninja Turtles gab es damals schon wie ihr sehen könnt. Und wen erinnert das obere rechte Bild nicht an Figuren aus „Chihiros Reise ins Zauberland“? Und für alle Final Fantasy Zocker unter euch, es gab auch schon früher Chocobos wie ihr sehen könnt. Wenn das mal nicht faszinierend ist, weiß ich auch nicht weiter.

Ihr erinnert euch? Wir sind am Anfang ein paar Jahre in der Zeit zurückgereist, doch es kommt einen gar nicht so vor. Die alten japanischen Geschichten, sowie Personen bis hin zu Tier- und Geisterwesen, begleiten uns noch heute. Die Geisterdarstellungen wurden übrigens als Karikaturen menschlicher Verhaltensweisen dargestellt.

Reisen wir aber wieder in die Gegenwart zurück.

Bei genauerer Betrachtung, findet man sehr, sehr viele parallelen zu früher und heute. Man könnte es auch als eine unerschöpfliche Quelle an Material für Manga, Games, Anime und Filme sehen.

Wer sich also auf eine kleine Zeitreise durch die Geschichte der Manga begeben will. Hat noch bis zum 06.05.2018 Zeit dazu. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

An dieser Stelle möchten wir uns auch recht herzlich beim Grassi Museum für die Fotoerlaubnis bedanken, um euch einen kleinen Einblick zu verschaffen.

Habt ihr auch einige „alte“ Bekannte auf den Bildern entdeckt? Wenn ja, lasst uns doch einen Kommentar da.

 Hier sind noch ein paar kleine Programmpunkte zur Ausstellung.

Präsentation: Manga-Manie, So.22.04., 15:00 Uhr
Frag mich!
Alles über Manga, Große Augen, Superkräfte: So kennen wir Mangafiguren aus Japan. Was aber haben die Comic-Helden mit chinesischen Volksmärchen und japanischen Mythen zu tun?

Führung zum Thema Manga für Kinder und Familien.
Eintritt: 3 €; Kinder 2 €

Sa., 5.5., 18:30 & 22:30 Uhr. Innerhalb der Museumnacht

Kurzführung
Manga-Kult – Eine Einführung in die Welt von Manga, Anime & Cosplay.

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